Die Wölfin (2014)

In ihrem Stück beschäftigt sich die Choreografin Eloisa Mirabassi mit Legenden und Erinnerungen aus ihrer Kindheit in Umbrien, Mittelitalien. Daraus entsteht bei ihr allerdings eine neue Geschichte, die sie mit vier Tänzerinnen aus Lateinamerika zu einem Stück verdichtet, in dem Schönheit und Grausamkeit, Himmel und Hölle unmittelbar nebeneinander Platz finden.
Eine Tänzerin taucht in die spirituelle Welt des Heiligen Franziskus von Assisi ein und bestaunt auf den dunkelgrünen Hügeln, wo dieser seine Jugend verbracht hat, die Sonne und den Wind.
Parallel verführen die drei wilden Tiere – Luchs, Löwe und Wölfin aus Dantes Hölle – die Zuschauer auf dem Weg in einen düsteren, tiefen Wald.
Als Höhepunkt steht im Stück die Begegnung von Franziskus mit dieser Wölfin – für Dante das Tier, welches menschliche Gier am besten symbolisiert. An sich aber auch gleichbedeutend mit Freiheit und Wildheit einer nicht stereotypisierten Frau.
Genau wie in der Legende vom Wolf aus Gubbio wird der Heilige Franz mit der Wölfin sprechen und sie verstehen.
Am Ende werden beide in der Lage sein ihren eigenen Weg gehen – der eine als Mensch, die andere als Tier.

Choreografie, Dramaturgie & Regie: Eloisa Mirabassi
Tanz und Choreografie: Camila Scholtbach, Paulina Abufhele,
Maria Mercedes Flores, Doralisa Reinoso de Tafel
Lichtdesign: Jörn Nettingsmeier
Premiere: ChorForum Essen

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